Ich habs gemacht, ich habe bei GEOCAMPER eine Kabine bestellt.

Es hat abstimmungsmäßig etwas länger gedauert, weil es nicht die standardmäßige Vikunja Zwillingsschwester aus dem Hause GEOCAMPER in Kaliningrad (RUS) wird.

Es wird eine – so wie ich das hier in vielen Diskussionen schon vertreten habe – eine rahmenfeste (absetzbare) Monocoque Kabine, ohne 140 Kg Pritsche.

Erste Skizzen, als alles noch eine Schnapsidee war


Einige aus dem Wohnkabinen und Buschtaxi Forum haben mitgeholfen, mit Ideen, aber außer mit Rat auch mit Tat.

Da ist gaaanz besonders der Bimobilist Rudi zu erwähnen, der seine und meine Ideen gleich in 3D CAD Zeichnungen umgesetzt hat.

Mitgenervt und eingespannt waren aber auch:

Stein (Martin)
Dark (Steffen)
Spiess (Stefan)
daVinci (Ralph)
Idealist (René)
Explorer II (Jürgen)

Ich kann Euch nur raten Leute, hört mehr auf Rudi, der hats drauf.

Ich will jetzt die Bauzeit nutzen, den Werdegang hier einmal zu dokumentieren aber auch das Eine oder Andere vorzubereiten.

Hier mal eine Aufzählung von Features, die an vielen Abenden und Wochenenden hauptsächlich zwischen Bayern und der Eifel hin- und hergeflogen sind.

 

Martin Steininger wird sagen, es ist sein Grundriss, soll er auch. Ich bin aber anders zu dieser Lösung gekommen. Wer meine Explorer kennt, der weiß, dass ich eine DoKa Kabine auf meinem 1,5er ‚Lux stehen habe. Daraus ergab sich ein Luftspalt zwischen Fahrerhaus und Kabine (sonst geht hinten die Tür nicht auf). Irgendwann habe ich angefangen, dort hinein  die Markisenstangen, später Kanister, Gas- als ich noch eine Flasche verwendete, Stühle, Tisch reinzuschmeißen – also allen sperrigen Kram, den kein Mensch in der Kabine braucht. Mein Traum war immer, keine Pritsche auf dem PU zu haben und ein riesiges, von rechts nach links durchgehendes Staufach, mit Türen auf beiden Seiten zu haben.

Dieser, Stauraum, (s.o. Quadrate) seitdem nur noch Tunnel genannt, war prägendes Konstruktionselement und klar war dann schon, dass man drinnen darauf sitzt und ab da kam dann die Verbindung zu Steins Grundriss.

Mein Sitzplatz ist folglich in FR li mit dem Rücken zur Vorderwand unter dem Alkoven.
In FR re steht dann auf dem Tunnel (ca. 600 x 600 mm) die Engel Schwingkompressorbox (35W) und bildet den Beginn einer bis zur Hecktür durchgehenden „Küchenzeile“ die aus Alustecksystem mit eingeschobenen Kunststoffboxen die wiederum (wegen Optik) Sperrholzfronten haben und mit Tenax Verschlüssen fixiert werden.

Diese Zeile will ich auch schon in der Wartezeit fertig bauen. Sie wird an der Innenverkleidung (GFK) festgeklebt. Die Isolierung ist übrigens die von Pavel angebotene 35mm Sibirien Ausführung. Meine Frau ist schließlich Russin und wir wollen einmal eine Winterreise machen  .  .  .
Übrigens ist der Raum in FR re neben der Eingangstür 340 mm breit. Über der Anrichte ist ein kleines S4 Fenster. Darüber im Dach befinden sich auf beiden Seiten 700 x 300 mm S4 Fenster, wie in der Standardkabine. Vorne unten in dieser Küchenzeile steht eine 80Ah Deepcycle Batterie, mit Ctek D250s Dual Ladebooster, dieser ist per 16 qmm Kabel an die beiden Starterbatterien angeschlossen. Wenn mal Batterieneukauf ansteht, gibt es nur noch eine Starterbatterie und die zweite Bank wird dann Versorger und die dritte Batt. Verschwindet wieder, deswegen wird auch alles Schwere herausnehmbar ausgeführt, und je nach Reiseziel verwendet. Das gilt auch für das 100 Wp Solarpanel, welches an den CTEK Lader angeschlossen wird.
In die Küchenzeile integriert werden Stellplätz für zwei Camp Bistrot Kartuschenkocher mit Zündsicherung (etwas teurer, deswegen Innenraumsicher), diese sind aber herausnehmbar, weil ich kein Fan vom drinnen Kochen bin. In der Explorer hab ich das nie getan. Draußen kommt wieder meine bewährte Sandboard Klappküche und zu der kann man alles benötigte von innen durch das kleine S4 Fenster nach draußen durchreichen. Damit erspare ich mir weiteres Gas- Gerümpel  .  .  .
Damit wäre die rechte Seite vorerst mal beschrieben.


Links fang ich nochmal bei dem Doppelsitzplatz (auf dem Tunnel) vorne vorm Alkoven an. Folglich befindet sich dort als nächstes ein verschiebbarer Tisch, über dem sich ein 700 x 500 mm S4 Fenster befindet – genau darüber das standardmäßige 700 x 300 mm S4 Dachfenster. Übrigens ist oben im Dach eine Mini Heki 400 x 400 Dachhaube – alles zusammen also 5 Fenster, was dem Rechnung tragen soll, dass der Luftaustausch in der warmen Jahreszeit ähnlich gut einer Klappdachkabine sein soll.
Weiter unten, folgt gegenüber dem Doppelsitzplatz und dem Tisch ein 1,5er Sitzplatz unter dem daaas unumgängliche Kult- Camper Utensil Platz findet, vor dem ich mich so lange gewehrt habe – immer diese Kompromisse, grrrrr, dafür steht dieses Sch…-Ding auf der Liste der Gegenstände, die bei bestimmten Reisezielen nicht mitfahren dürfen. Spies Stefan nennt ja alle so ausgestatteten Kabinenbesitzer Heimschei..er – folglich bin ich dann nur ein temporärer H…..
Also darf ich die Weiße Rentner Ware Fahrzeuge auch weiter „Mobilklos“ nennen  .  .  .
Hinten in der Ecke hat Rudi mir – welcher Luxus – einen richtigen Schrank für Jacken eingeplant (weil ich echt nicht wusste, was ich sonst mit dem ganzen Stauraum machen soll). Um der Dekadenz das Sahnehäubchen aufzusetzen, wird von dem Podest unter dem Tisch (und wieder lässt Rudi grüßen) in dem sich die WBASTO Airtop 2000S befindet, ein Nebenabzweig- Pappschlauch bis in besagten Schuh- und Jackenschrank gelegt mit Entlüftung nach draußen versteht sich, duck und wech  .  . 


Der dann immer noch riesige Rest wird mit weiteren Stauboxenfächer zugepflastert und unten befindet sich noch ein isolierter Wasserbehälter, für die Außendusche, der dann noch mit Elektropatrone beim Fahren und später dann mit PÖL Wärmetausche und Motorkühlwasser (oder beides) betrieben wird

Ich hab das jetzt sehr flapsig beschrieben, aber das beschreibt nicht den Ernst, mit dem Rudi das mehr als mitgestaltet hat. Mit Rudis Genehmigung werde ich mal Teile seines 3D Modells hier abbilden.

Aus dem anderen Geocamper Thread weiß ich jetzt auch, warum meine Kabine nicht zur AA in Baki fertig wird, naja, die Planung hat auch von Weihnachten Neujahr (daVinci war auch in der Eifel) und jetzt gedauert hat.

Mittlerweile gibt es eine Liste aller Geocamper, die Dark mir zugänglich gemacht hat, von denen habe ich auch eine Menge Anregungen bekommen. Darunter auch eine, mit dem Grundriss, wie Stein, obwohl die nicht verwandt oder verschwägert sind. Das liegt wohl auch daran, dass diese Aufteilung, eine der wenigen sinnvollen Lösungen ist, außer Längsbänken und Tischindermitte.